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Hohburger Berge

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Mistwetter, Kälte, Grippewelle – in der dunklen Jahreszeit ist es mitunter gar nicht so leicht, sich in geselliger Runde auf ein paar Getränke zu treffen. Zum Glück für die Hohburger stand am 8. Februar wieder die uralte Tradition des Nachbarbieres auf dem Plan. Da fällt die gesellige Runde auch etwas größer aus, denn über 200 Karten wurden in den vorangegangenen Wochen durch die fleißigen Ortskassierer unters Volk gebracht. Die Gäste wurden etwas früher als gewöhnlich begrüßt, und zwar wie immer mit einem Freigetränk und persönlicher Begrüßung vom Nachbarvorstand Mario Kühne. Als alle an ihren Plätzen waren, musste man leider doch einige freie Stühle zählen – denn die Grippewelle hat auch vor Hohburg nicht Halt gemacht und die Besucherzahl etwas dezimiert.

Die Anwesenden freuten sich jedoch über den Einmarsch der legendären Truhe, in deren Gefolge auch der alte und neue Nachbarvorstand die Bühne betraten. Einige Tränen flossen im Saal, als Carsten Schoechert das Amt des Vorsitzenden mit einer emotionsgeladenen Rede an Mario Kühne übergab. Anschließend begrüßte Moderator Alex Franke die Gäste, darunter auch Bürgermeister Weigelt und den Kapsdorfer Nachbarvorstand Jan Reichel, und richtete Dankesworte an die Sponsoren (Catering Stein, Gärtnerei Löbel und die Gemeinde) und Helfer der Veranstaltung. Danach übernahm DJ Valar und  lockte die tanzwütigen Hohburger auf die Bühne.

Zum Zeremoniell gehört auch immer das ,,Einnachbarn“ von Einwohnern, die gerne Teil der Hohburger Nachbargemeinde sein wollen. Dieses Jahr fanden sich gleich sieben Paare und ein Junggeselle ein, was eine Höchstzahl der letzten Jahre darstellt. Dies ist wieder mal ein Zeichen, das diese schöne alte Tradition in Hohburg weiterlebt. Außerdem wurden mit Ehepaar Ryborsch (40 Jahre) und Ehepaar Roßberg (25 Jahre) noch Jubilare geehrt, die schon so lange treue Hohburger sind. Nach einer weiteren Tanzrunde wurde das deftige Abendbrot vom Oschatzer Fleischer aufgetischt, bevor es zum Höhepunkt des Abends kommen konnte: Der allseits beliebte und in dieser Form wohl einmalige Sketch, der dieses Jahr ein Quiz nach Art einer bekannten Fernsehsendung darstellte. Einige Nachbarn mussten ihr Allgemeinwissen und ihre Kenntnis von Hohburg unter Beweis stellen, um Getränkegutscheine gewinnen zu können. Vom urkomischen Moderator Günther, gespielt von Toni Kretschmar, gab es dabei einige Seitenhiebe auf unsere Kapsdorfer Nachbarn. Unser Dank gilt allen voran Familie Kanitz, die das Ganze auf die Beine gestellt haben, und natürlich allen Mitwirkenden im Vorder- und Hintergrund. So ging es munter weiter und das Tanzbein konnte bis tief in die Nacht geschwungen werden, erst um 3 in der Frühe gingen die letzten Gäste. Die durstigen Kehlen wurden die ganze Zeit von Catering Stein befeuchtet, den fleißigen Bedienungsfachkräften gebührt ein besonderer Dank. Ein gemütlicher Abend im Kreise der Nachbarn ging zu Ende, an dem wieder einmal deutlich wurde, wie gelebte Dorfgemeinschaft aussehen kann. Der Nachbarvorstand bedankt sich noch einmal herzlich bei allen Helfern und Organisatoren, die der traditionsreichsten Veranstaltung des Dorfes eine tolle 252. Auflage ermöglicht haben!